{"id":8069,"date":"2018-06-13T15:34:33","date_gmt":"2018-06-13T14:34:33","guid":{"rendered":"http:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/?p=8069"},"modified":"2018-07-06T09:26:07","modified_gmt":"2018-07-06T08:26:07","slug":"wie-trainieren-wir-in-zukunft-modern-replacment","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wie-trainieren-wir-in-zukunft-modern-replacment\/","title":{"rendered":"Wie trainieren wir in Zukunft? MODERN REPLACEMENT"},"content":{"rendered":"<p dir=\"ltr\">Im professionellen Tanz kommt es h\u00e4ufig dazu, dass ein sogenanntes Replacement aufgrund eines spontanen Ausfalls der Originalbesetzung in sehr kurzer Zeit eine Choreographie lernen muss und hierbei r\u00e4umlich vom restlichen Ensemble und dem Trainer getrennt ist. Solch ein isoliertes Lernen einer Performance stellt f\u00fcr T\u00e4nzerInnen einen \u00e4u\u00dferst langwierigen und anstrengenden Prozess dar und eine anschlie\u00dfende Integration in das Ensemble bei der Zusammenf\u00fchrung offenbart oft einen nur m\u00e4\u00dfigen Lernerfolg. Innerhalb dieser Problemstellung konnte ein hohes Potenzial identifiziert werden, mit Hilfe von CPS effizientere Trainingsmethoden zu entwickeln.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Das Empowerment und die User Experience von Menschen in professionellen Nutzungskontexten durch cyber-physische Systeme [CPS] ist ein Schwerpunkthema mit dem sich die Juniorprofessur f\u00fcr Technisches Design befasst. \u00dcber CPS ist es m\u00f6glich, die Komplexit\u00e4t des menschlichen K\u00f6rpers im Wesentlichen zu erfassen und ein Echtzeit-Feedback an den User zur\u00fcckzugeben. Im letzten Jahr wurden dazu durch interdisziplin\u00e4re Teams aus Studierenden der Mediengestaltung und des Technischen Designs, L\u00f6sungen f\u00fcr unterschiedliche Sportarten entwickelt, die professionellen Sportlern ein einfaches Training mit maximaler Effizienz erm\u00f6glichen sollen, um damit einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen.<\/p>\n<p>Zwei dieser Teams pr\u00e4sentierten vor kurzem ihre Ergebnisse, die man auf der <a href=\"https:\/\/output-dd.de\/\">OUTPUT<\/a> am 14.06.2018 und auf der <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/events\/857301827810014\/\">Langen Nacht der Wissenschaften im Makerspace<\/a> am 15.06.2018 anschauen und in Aktion erleben kann. Ihren Ursprung haben die Arbeiten in dem Sommerprojekt, das zusammen mit dem <a href=\"https:\/\/5glab.de\/\">5G Lab Germany<\/a> stattfand. Darin wurde untersucht, wie CPS Menschen sp\u00fcrbar unterst\u00fctzen und ihre Leistung steigern k\u00f6nnen. Ein weiteres Projekt daraus stellen wir <a href=\"http:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/?p=8040\">hier<\/a> vor.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Das System MODERN REPLACEMENT wurde in Kooperation mit der Professur f\u00fcr Mediengestaltung und dem Festpielhaus Hellerau entwickelt. Zielstellung war das Haptic Internet (Cyberphysische Systeme direkt am Menschen) mit motorischem Lernen im Anwendungsfeld Tanz zu verkn\u00fcpfen. Das Projekt wurde als Teamarbeit von unseren zwei Designstudenten Lenard Opeskin und Paul Judt und zwei Studenten der Medieninformatik durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p dir=\"ltr\"><img loading=\"lazy\" alt=\"180402_Szenenvisualisierung\" src=\"http:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/180402_Szenenvisualisierung-500x353.jpg\" width=\"613\" height=\"432\" \/><\/p>\n<p dir=\"ltr\">Nach einer breiten Recherche und Evaluation m\u00f6glicher Szenarien ergab sich als finale Problemstellung, wie man den Lernprozess einer Choreographie im Modernen Tanz m\u00f6glichst schnell und effektiv gestalten kann.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">In dem Designprozess der Studierenden wurden das Lernen einer Choreographie durch nutzerorientiertes Denken neu strukturiert und Hilfestellungen generiert, die die Effektivit\u00e4t des Lernens steigern sollen. Neben einer App, mit der das Replacement den gesamten Lernprozess iterativ durchlaufen und individualisieren kann, wurden L\u00f6sungen konzipiert, mit denen sich haptisches und visuelles Feedback an eine tanzende Person vermitteln l\u00e4sst und der Workflow optimiert wird. Ein Vibrationsg\u00fcrtel und zwei Armb\u00e4nder erleichtern das Navigieren durch die Choreographie und geben Richtungsinformationen an das Replacement, w\u00e4hrend eine Beamervisualisierung neben den Positionen der anderen Ensemblemitglieder auch die Charakteristik des St\u00fcckes wiedergibt. Ein Hauptaugenmerk bei der Erarbeitung der L\u00f6sungen lag auf einem schnellen Prototyping-Prozess, um Ideen anhand simpler Mockups und funktionaler Prototypen fr\u00fchzeitig zu \u00fcberpr\u00fcfen und zu korrigieren.<\/p>\n<p dir=\"ltr\"><img loading=\"lazy\" alt=\"IMG_2369\" src=\"http:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/IMG_2369-500x375.jpg\" width=\"619\" height=\"464\" \/><\/p>\n<p dir=\"ltr\">In der Abschlusspr\u00e4sentation zeigte die Gruppe ein gekoppeltes System aus Vibrationsg\u00fcrtel, Armb\u00e4ndern und Beamervisualisierung und bot so eine Erlebbarkeit des visuellen und haptischen Feedbacks. Neben einer Weiterentwicklung der aufs Tanzen bezogenen L\u00f6sungen steht die Frage im Raum, ob eine Anwendung der Tools in Mannschaftssportarten wie Volleyball, aber auch in Logistikbereichen in der Industrie sinnvoll w\u00e4re, um Arbeitsabl\u00e4ufe zu trainieren.<\/p>\n<p dir=\"ltr\"><img loading=\"lazy\" alt=\"DSC02426\" src=\"http:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/DSC02426-500x333.jpg\" width=\"615\" height=\"409\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im professionellen Tanz kommt es h\u00e4ufig dazu, dass ein sogenanntes Replacement aufgrund eines spontanen Ausfalls der Originalbesetzung in sehr kurzer Zeit eine Choreographie lernen muss und hierbei r\u00e4umlich vom restlichen Ensemble und dem Trainer getrennt ist. 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