{"id":7968,"date":"2018-01-30T12:02:31","date_gmt":"2018-01-30T11:02:31","guid":{"rendered":"http:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/?p=7968"},"modified":"2018-01-30T12:02:40","modified_gmt":"2018-01-30T11:02:40","slug":"workshop-rueckblick-wo-liegt-der-mehrwert-virtueller-ausstellungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/workshop-rueckblick-wo-liegt-der-mehrwert-virtueller-ausstellungen\/","title":{"rendered":"Workshop-R\u00fcckblick: Wo liegt der Mehrwert virtueller Ausstellungen?"},"content":{"rendered":"<p>Ende November fand ein zweit\u00e4giger Workshop des BmBF-gef\u00f6rderten Projekts \u201eFaszination Sprechende Maschine: Technologischer Wandel der Sprachsynthese \u00fcber zwei Jahrhunderte\u201c im Makerspace der SLUB sowie im Albertinum Dresden statt.<\/p>\n<p>Wie am 8. Juni schon hier vorgestellt, arbeiten in dem Projekt wissenschaftliche Mitarbeiter der Mediengestaltung, Linguistik, Akustik und Sprachkommunikation sowie des Mathematisch-Physikalischen Salons und des Technischen Designs zusammen, um unter anderem eine digitale Ausstellung f\u00fcr ausgew\u00e4hlte Exponate der Historisch Akustisch-Phonetischen Sammlung, kurz HAPS, zu entwickeln.<\/p>\n<p>Die Besonderheit der Sammlung zeichnet sich dadurch aus, dass sie an Hand von Apparaten, Maschinen und Gegenst\u00e4nden f\u00fcr Europa einmalig die Entwicklung der Experimentalphonetik und Sprachtechnologie von der Mitte des 18. Jhd. bis in die zweite H\u00e4lfte des 20. Jhd. zeigt. Ausgew\u00e4hlte Objekte wurden w\u00e4hrend des Workshops ausgestellt, um an ihnen die Fragestellungen der Teilnehmenden zu diskutieren.<\/p>\n<p>Ein herausgehobenes Ziel des Projektes ist eine verbesserte Sichtbarkeit dieser Sammlung. Dies soll durch multimediale Erschlie\u00dfung und interaktive Simulation der Exponate erfolgen, an deren Endpunkt eine \u201eDigitale Ausstellung zur Geschichte der Sprachsynthese\u201c steht. Diese wird nicht nur als Vermittlungsansatz in der Lehre Verwendung finden, sondern auch als Anlaufpunkt f\u00fcr aktuelle Forschung im Kontext historischer Sprachmodelle dienen.<\/p>\n<p>Daraus ergab sich die zentrale Fragestellung des Workshops:<\/p>\n<p>\u201eWo liegt der Mehrwert digitaler Ausstellung f\u00fcr universit\u00e4re Sammlungen? &#8211; Detailgradwanderung zwischen Komplexit\u00e4t und Simplifizierung\u201c.<\/p>\n<p>Am ersten Workshoptag er\u00f6ffnete Prof. Dr. Peter Birkholz die Veranstaltung mit einem Ausblick in die Zukunft der Sprechmaschinen und gab Einblicke in seine aktuelle Forschung (Abb. 1).<\/p>\n<p>Prof. Dr. R\u00fcdiger Hoffmann, Leiter der HAPS, stellte die bemerkenswerte Geschichte der Sprachsynthese mittels der tempor\u00e4ren Workshop-Ausstellung ausgew\u00e4hlter Sammlungsobjekte mit ihrem gesellschaftlich-kulturellen sowie wissenschaftlichen Kontext vor (Abb. 2 &amp; 3).<\/p>\n<p>Daraufhin ging es mit Prof. Dr. Rainer Groh, Professur f\u00fcr Mediengestaltung, in den \u201eRaum des Virtuellen\u201c, in dem er die Workshop-Teilnehmenden f\u00fcr die \u201ePh\u00e4nomene des virtuellen Leibes\u201c sensibilisierte. Projektmitarbeiter der Mediengestaltung, Lars Engeln (Abb. 6), schloss sich mit der Pr\u00e4sentation seines Arbeitsstandes \u201eUn-Endlichkeit Virtueller Ausstellungen\u201c an. Er setzt sich damit auseinander, wie viel Information mit welcher Struktur einem spezifischen Nutzer der digitalen Ausstellung gezeigt werden soll.<\/p>\n<p>Im zweiten Part des Tages war Hartmut Simmert zu Gast, der in die Thematik digitaler Vermittlungskonzepte mit dem Vortrag \u201eE-Learning heute\u201c einleitete. Dazu stellte Judith Felten (Abb. 7), Projektmitarbeiterin seitens der Linguistik, ihren Arbeitsstand unter dem Titel \u201eTexte zwischen Objekt, Kontext und Nutzer. Ein Textkonzept im Spannungsfeld\u201c vor. Sie untersucht in enger Zusammenarbeit mit Lars Engeln und Rainer J\u00e4ckel, Projektmitarbeiter und Wissenschaftler der HAPS, wie viele und welche Informationen verschiedene Nutzergruppen der digitalen Ausstellung, auf welche Art und Weise in Textform vermittelt bekommen sollen und welche neuartigen M\u00f6glichkeiten sich durch die Digitalisierung eventuell bieten.<\/p>\n<p>Dr. Peter Pla\u00dfmeyer, Direktor des Mathematisch-Physikalischen Salons, moderierte die Veranstaltung und die anschlie\u00dfenden lebhaften Diskussionen und unterstrich darin die Relevanz und Motivation dieser Thematik aus musealer Sicht (Abb.4).<\/p>\n<p>Der zweite Workshoptag begann auch direkt im Mathematisch-Physikalischen Salon. Dort zeigte Dr. Pla\u00dfmeyer die Auseinandersetzung des Museums mit den digitalen Medien und M\u00f6glichkeiten zur Augmentierung von Exponaten mittels virtueller Erweiterungen. Weitere vortragende G\u00e4ste waren Claudia Bergmann, Mitarbeiterin am Lehrstuhl f\u00fcr Computergrafik der HTW Dresden und Hauptbeteiligte f\u00fcr die Digitalisierung von Exponaten im MPS. Weiterhin pr\u00e4sentierte Dr. Axel Berndt von der HfM Detmold sein Projekt aus dem Bereich der editorischen Erschlie\u00dfung auditiver Objekte.<\/p>\n<p>Die Projektmitarbeiterin des Technischen Designs, Lisa-Marie L\u00fcneburg, stellte au\u00dferdem ihren Arbeitsstand \u201eZur Digitalisierung der HAPS-Objekte\u201c vor. Ihre Untersuchung gr\u00fcndet sich vor allem in der Abw\u00e4gung zwischen dreidimensionalen Digitalisierungstechniken gegen\u00fcber nutzergerechter Darstellung und Abbildung der \u201aAura des Objektes\u2019 (vgl. Abb. 5 verbeulter Helmholtzresonator). Kirsten Vincenz, Leiterin der Kustodie der TU Dresden, moderierte den zweiten Workshoptag und verdeutlichte die Bedeutung des Projekts als Piloten f\u00fcr die gesamten universit\u00e4ren Sammlungsbest\u00e4nde der TU Dresden.<\/p>\n<p>Dieser thematisch vielseitige, f\u00fcr den gemeinen Technischen Designer etwas vortragslastige Workshop war eine gute Gelegenheit, Expertenmeinungen von au\u00dfen einzuholen und zum Abgleich mit angrenzenden Projekten. Au\u00dferdem waren die aufgekommenen Diskussionen und Gespr\u00e4che hilfreich f\u00fcr eine Richtungssch\u00e4rfung f\u00fcr das kommende Jahr des Projekts.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/DSC_0015_hell.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-7970\" alt=\"DSC_0015_hell\" src=\"http:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/DSC_0015_hell.jpg\" width=\"4928\" height=\"3264\" srcset=\"https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/DSC_0015_hell.jpg 4928w, https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/DSC_0015_hell-150x100.jpg 150w, https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/DSC_0015_hell-250x165.jpg 250w, https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/DSC_0015_hell-500x331.jpg 500w, 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zeigen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ende November fand ein zweit\u00e4giger Workshop des BmBF-gef\u00f6rderten Projekts \u201eFaszination Sprechende Maschine: Technologischer Wandel der Sprachsynthese \u00fcber zwei Jahrhunderte\u201c im Makerspace der SLUB sowie im Albertinum Dresden statt. 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