{"id":10570,"date":"2025-06-20T08:30:00","date_gmt":"2025-06-20T07:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/?p=10570"},"modified":"2025-06-20T09:39:04","modified_gmt":"2025-06-20T08:39:04","slug":"alumni-qa-part-8-michael-horn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/alumni-qa-part-8-michael-horn\/","title":{"rendered":"Alumni Q&#038;A Part 8: Michael Horn"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Warum hast Du Dich f\u00fcr das Studium beim td entschieden?<\/strong><br>Ich denke, es war haupts\u00e4chlich die Kombination aus kreativer Arbeit und der M\u00f6glichkeit Produkte ganzheitlich zu gestalten, die mich angezogen hat. Meine St\u00e4rken im logischen Denken, Darstellen und meine Neugier haben gut zum Design gepasst. Und, zugegebenerma\u00dfen, ein bisschen spielte auch eine im Grundstudium gewachsene Abneigung gegen\u00fcber langweiliger Routinearbeit eine Rolle, der ich im technischen Design zu entgehen hoffte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wovon profitierst Du im Zusammenhang mit dem td bis heute?<\/strong><br>Im Arbeitsleben bin ich h\u00e4ufig mit unterschiedlichsten Verst\u00e4ndnissen von Design-Arbeit konfrontiert, muss mit schwierigen Timings und nicht immer passenden Prozessen und Strukturen zurechtkommen. Die Kenntnisse der Design-Theorie, die kreativen Werkzeuge und auch die Design-Ethik, die im Studium vermittelt wurden, helfen sehr dabei geerdet zu bleiben und sind eine gute Grundlage, um herausfordernde Aufgaben zu meistern. Von gro\u00dfem Vorteil ist das exzellente technische Verst\u00e4ndnis, das immer wieder hilft die Br\u00fccke zum Engineering zu schlagen, Vertrauen und Verst\u00e4ndnis aufzubauen und im Team \u00fcber sich hinauszuwachsen. Mindestens im mir bekannten Automobil-Design ist dieses Level an technischem Wissen sogar ein Alleinstellungsmerkmal der td-Absolvent:innen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was verbindest Du mit dem td?<\/strong><br>Tolle Lehrer &#8211; insbesondere die Betreuung durch Professor Uhlmann zum Ende hin, die mir vor dem Eintritt ins Berufsleben nochmal viel Wissen und Best\u00e4tigung mitgegeben hat. Auch, dass es nicht immer eine einfache Zeit war &#8211; Design ist eine T\u00e4tigkeit, die nach meinem Empfinden sehr durch den individuellen Zugang des Designers gepr\u00e4gt ist und jeder entwickelt ein St\u00fcck weit seinen eigenen Stil, seinen eigenen Weg. \u00dcber mich selbst zu lernen, die eigenen Denkweisen verstehen und das Herangehen mit dem Entwurfsprozess in Einklang zu bringen hat mich im Studium wohl am meisten gefordert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie war der weitere Verlauf Deiner beruflichen Laufbahn nach Deinem erfolgreichen Abschluss beim td?<\/strong><br>Zun\u00e4chst hatte ich das Gl\u00fcck, nach Praktikum und Diplomarbeit im Unternehmen, als Designer f\u00fcr Exterior Lighting bei der Audi AG starten zu d\u00fcrfen. Auch dort gab es zun\u00e4chst viel zu lernen (besonderen Dank an der Stelle an meinen Mentor Christian Brendel, ebenfalls Absolvent aus dem Technischen Design der TUD). Nach vielen tollen Jahren mit dem Audi-Team habe ich mich 2022 an ein gro\u00dfes Abenteuer gewagt und eine Stelle als Director for Light Design bei Great Wall Motors in Nordchina angetreten. Dem folgte 1,5 Jahre sp\u00e4ter, aufgrund famili\u00e4rer Erfordernisse, der Wechsel zu meiner derzeitigen Stelle bei NIO, Shanghai.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was ist Deine aktuelle T\u00e4tigkeit und wo?<\/strong><br>Zur Zeit leite ich in Shanghai das Components Design-Team, haupts\u00e4chlich f\u00fcr die NIO Submarke Onvo. Wir gestalten Leuchten, Felgen, Anbauteile und unterst\u00fctzen das Exterior Design.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Welche beruflichen Ziele hast Du noch und wie wirst Du diese erreichen?<\/strong><br>Die aktuelle Position, wie auch die Stelle bei GWM davor, sind mein erster Kontakt mit Design-Management und der Leitung eines kleinen Teams. In dem Sinne gibt es f\u00fcr mich gerade noch viel Neues zu lernen. Es macht mir auch viel Spa\u00df, meine Erfahrung und mein Wissen mit jungen Designern zu teilen und sie in ihrer Entwicklung zu begleiten. Zum anderen liegt der Fokus zurzeit auch auf der Familie, gr\u00f6\u00dfere Ver\u00e4nderungen sind daher nicht geplant. Langfristig kann ich mir vorstellen, einmal Bereiche au\u00dferhalb der Automotive Welt bzw. au\u00dferhalb gro\u00dfer Unternehmen zu erkunden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Welche Tipps hast Du f\u00fcr td-Studierende?<\/strong><br>Zwei Semester habe ich im Studiengang Produktdesign an der University of South Australia verbracht. Deren Sichtweise und Studienschwerpunkte waren sehr bereichernd und haben ein St\u00fcck weit auch mein Verst\u00e4ndnis von Design gepr\u00e4gt. Wenn die M\u00f6glichkeit daf\u00fcr besteht, kann ich Auslandserfahrungen im Studium sehr empfehlen. Neben dem Wissen und den frischen Impulsen hilft es nat\u00fcrlich auch im Lebenslauf. Vor allem nimmt es einem die Scheu, sich sp\u00e4ter im Berufsleben international zu orientieren. Ich beobachte auch \u00f6fters mal, dass jungen Designer:innen zum Berufseinstieg Selbstorganisation und diszipliniertes Managen ihrer Projekte schwer f\u00e4llt. Ich habe das zum Teil auch erst \u201eon the Job\u201c gelernt und kenne den Stress, den das mit sich bringt. Macht es besser und setzt euch schon im Studium mit diszipliniertem, zielorientiertem Arbeiten und Zeitmanagement auseinander.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was w\u00fcrdest Du Studieninteressierten raten?<\/strong><br>Ich denke, es ist wichtig sich klarzumachen, dass die Arbeit als Designer ein sehr hohes Level an Selbstorganisation und intrinsischer Motivation verlangt. Es braucht Neugier, fortw\u00e4hrendes Lernen, immer wieder in Frage stellen, auch immer wieder das Arbeitsumfeld fordern und motivieren, um t\u00e4glich neue L\u00f6sungen f\u00fcr immer neue Herausforderungen zu gestalten. Wenn Talent im Darstellen und analytisches Denken noch dazu passen, kann der Job als Designer sehr erf\u00fcllend sein und wird sicher nicht so schnell langweilig.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie gelingt ein guter Berufseinstieg in Deiner Branche?<\/strong><br>Schnell lernen und sich auf die spezifische Situation einlassen (Design-Arbeit f\u00e4llt je nach Branche ja doch deutlich unterschiedlich aus). Die verschiedenen Perspektiven verstehen &#8211; was will ich als Designer, was wollen Partner, was wollen die Kund:innen, was ist das Beste f\u00fcrs Unternehmen. Und, vielleicht am wichtigsten, fr\u00fchzeitig Kontakte und Netzwerke kn\u00fcpfen. Besonders die M\u00f6glichkeiten des Praktikums und Diploms in Unternehmen nutzen. Keine Scheu vor internationalen Erfahrungen haben &#8211; in interkulturellen Teams oder im Ausland zu arbeiten scheint erstmal ein Riesenschritt zu sein, ist aber in jeder Hinsicht sehr bereichernd.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum hast Du Dich f\u00fcr das Studium beim td entschieden?Ich denke, es war haupts\u00e4chlich die Kombination aus kreativer Arbeit und der M\u00f6glichkeit Produkte ganzheitlich zu gestalten, die mich angezogen hat. Meine St\u00e4rken im logischen Denken, Darstellen und meine Neugier haben gut zum Design gepasst. Und, zugegebenerma\u00dfen, ein bisschen spielte auch eine im Grundstudium gewachsene Abneigung [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":10573,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[81,3,5,4,6,643],"tags":[804,285,834,832,833,94,319,446,805,101],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10570"}],"collection":[{"href":"https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10570"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10570\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10587,"href":"https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10570\/revisions\/10587"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10573"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10570"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10570"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10570"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}