{"id":10137,"date":"2024-12-05T09:00:00","date_gmt":"2024-12-05T08:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/?p=10137"},"modified":"2025-01-08T15:17:43","modified_gmt":"2025-01-08T14:17:43","slug":"td-student-gestaltet-handkraftmessgeraet-um","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/td-student-gestaltet-handkraftmessgeraet-um\/","title":{"rendered":"td-Student gestaltet Handkraftmessger\u00e4t um"},"content":{"rendered":"\n<p>Mit dem Fachkr\u00e4ftemangel stehen viele Kliniken vor einem stetig ernster werdenden Problem: Immer weniger Personal muss immer mehr Aufgaben \u00fcbernehmen, sodass eine individuelle Behandlung f\u00fcr jede:n Patient:in deutlich schwieriger wird. Gleichzeitig standen die Patient:innen nie mehr im Zentrum der Behandlung als heute. Au\u00dferdem gab es nie eine gr\u00f6\u00dfere Nachfrage f\u00fcr Produkte aus der Gesundheitsbranche. Wearables, Apps und ein steigendes Interesse f\u00fcr Fitness im Allgemeinen haben die Perspektive auf die eigene Gesundheit von einer reaktiven Sicht hin zu einer proaktiven gewandelt. Die eigenen K\u00f6rperfunktionen zu \u00fcberwachen \u2013 z. B. die Herzfrequenz, die Zahl der zur\u00fcckgelegten Schritte, oder den Kalorienverbrauch \u2013 war noch nie so einfach und vor allem so normal wie heute. Umso wichtiger ist es, M\u00f6glichkeiten zu erforschen, um einerseits die Arbeitslast der Klinikfachkr\u00e4fte zu senken und andererseits die wachsende Nachfrage f\u00fcr \u201eHome Care\u201c-Angebote zu befriedigen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"500\" height=\"326\" src=\"https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Titelbild-Blog-min-500x326.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-10145\" srcset=\"https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Titelbild-Blog-min-500x326.png 500w, https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Titelbild-Blog-min-250x163.png 250w, https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Titelbild-Blog-min-768x500.png 768w, https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Titelbild-Blog-min-1536x1000.png 1536w, https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Titelbild-Blog-min-2048x1333.png 2048w, https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Titelbild-Blog-min-300x195.png 300w, https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Titelbild-Blog-min-750x488.png 750w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Einen interessanten thematischen Mischbereich aus Klinik und Fitnessstudio bildet die Rehabilitation. Oft nach Operationen durchgef\u00fchrt, gilt die \u201eReha\u201c meistens als letzter Schritt in der Behandlung unterschiedlichster Krankheitsbilder. Die Patient:innen k\u00f6nnen oft schon wieder nach Hause gehen und werden entweder mit einem entsprechenden Trainingsger\u00e4t oder einer St\u00fctze ausgestattet, oder kommen in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden wieder in die Reha-Klinik. Besonders in dieser Phase der Therapie ist es vergleichsweise einfach die Patient:innen zu erm\u00e4chtigen, ihre Behandlung selbstst\u00e4ndig von zu Hause aus durchzuf\u00fchren. Das k\u00f6nnte Arbeitslast von den Kliniken entfernen und trifft durch die Vielzahl an Gesundheitsprodukten f\u00fcr den privaten Markt vermutlich auch auf deutlich mehr Akzeptanz als fr\u00fcher.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"500\" height=\"333\" src=\"https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Blog-Bild-mit-Teilnehmern-500x333.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10147\" srcset=\"https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Blog-Bild-mit-Teilnehmern-500x333.jpg 500w, https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Blog-Bild-mit-Teilnehmern-250x167.jpg 250w, https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Blog-Bild-mit-Teilnehmern-150x100.jpg 150w, https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Blog-Bild-mit-Teilnehmern-768x512.jpg 768w, https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Blog-Bild-mit-Teilnehmern-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Blog-Bild-mit-Teilnehmern-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Blog-Bild-mit-Teilnehmern-300x200.jpg 300w, https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Blog-Bild-mit-Teilnehmern-750x500.jpg 750w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>In seinem Forschungspraktikum \u00fcberarbeitete Friedrich Hippe das Handkraftmessger\u00e4t HFD 200 so, dass Patient:innen es in der Heimanwendung selbstst\u00e4ndig bedienen k\u00f6nnen. Das HFD 200 ist ein Handkraftmessger\u00e4t zur Handrehabilitation und Leistungsdiagnostik bei Sch\u00e4digung der Handfunktion. Ideengeber f\u00fcr das Forschungspraktikum war das Entwicklerteam hinter dem HFD 200: Constanze und Cornelius Weber, die mit dem Projekt \u201eWeberHFD\u201c die Etablierung eines Medizinproduktes zur Handrehabilitation vorantreiben und zurzeit auf der Suche nach Investoren sind. Das HFD 200 wird schon in der Neurologie des Uniklinikums eingesetzt, ist jedoch noch ein Prototyp und nicht f\u00fcr eine selbstst\u00e4ndige, geschweige denn f\u00fcr eine Heimanwendung geeignet. Das Ziel der \u00dcberarbeitung war eine deutliche Vereinfachung der Bedienelemente sowie die Reduktion von Gr\u00f6\u00dfe und Gewicht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"500\" height=\"299\" src=\"https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Package-VGL-Bloga-500x299.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-10142\" srcset=\"https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Package-VGL-Bloga-500x299.png 500w, https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Package-VGL-Bloga-250x150.png 250w, https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Package-VGL-Bloga-768x459.png 768w, https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Package-VGL-Bloga-1536x919.png 1536w, https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Package-VGL-Bloga-2048x1225.png 2048w, https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Package-VGL-Bloga-300x179.png 300w, https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Package-VGL-Bloga-750x449.png 750w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>So soll es m\u00f6glich sein, das Ger\u00e4t v\u00f6llig selbst\u00e4ndig von zu Hause aus zu bedienen. Lediglich die gemessenen Beugekr\u00e4fte der Hand und der Finger sollen zur Konsultation an einen Arzt geschickt werden k\u00f6nnen. Doch wie sollen Bedienelemente f\u00fcr die Hand gestaltet werden, wenn die Hand der Patient:innen genau das K\u00f6rperteil ist, das mit einer Funktionsst\u00f6rung oder einem Kraftverlust belastet ist? Die Antwort ist eine m\u00f6glichst gro\u00dfe Vereinfachung der einzelnen Schritte w\u00e4hrend der Bedienung sowie Bedienelemente, die simpel, verst\u00e4ndlich und leichtg\u00e4ngig sind, denn die erforderliche Kraft darf nur sehr gering sein.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"500\" height=\"447\" src=\"https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Package-VGL-Blog-01a-500x447.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-10143\" srcset=\"https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Package-VGL-Blog-01a-500x447.png 500w, https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Package-VGL-Blog-01a-250x224.png 250w, https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Package-VGL-Blog-01a-768x687.png 768w, https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Package-VGL-Blog-01a-1536x1374.png 1536w, https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Package-VGL-Blog-01a-2048x1831.png 2048w, https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Package-VGL-Blog-01a-300x268.png 300w, https:\/\/technischesdesign.mw.tu-dresden.de\/blog\/wp-content\/uploads\/Package-VGL-Blog-01a-750x671.png 750w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Im Gegensatz zu den Drehr\u00e4dchen und Schrauben des Prototyps, welche an die Bedienung eines Mikroskops erinnern, wird die umgestaltete Version \u00fcber verschiedene Zug- und Druckkn\u00f6pfe bedient. Dabei gibt es keine Kleinteile, die verloren gehen k\u00f6nnen oder Fingerspitzengef\u00fchl voraussetzen. Alle \u00c4nderungen erfolgten in einem eng abgesteckten Rahmen, da der Prototyp auf einem Patent basiert und auch das neue Ger\u00e4t diesen Patentschutz nicht verlieren sollte. Abschlie\u00dfend erfolgte nach der Umgestaltung eine Evaluierung anhand von 3D-Modellen und Frageb\u00f6gen, die speziell auf Haushaltsger\u00e4te ausgerichtet sind. Gemessen werden sollte die Wahrnehmung des neuen Entwurfs im Vergleich zum alten Prototyp und einem vergleichbaren Produkt, das bereits auf dem Markt ist. Es zeigte sich eine signifikant positivere Wahrnehmung des umgestalteten HFD 200 im Vergleich zum Prototyp. Des Weiteren wurde festgestellt, dass vergleichbare Serienprodukte, die sich bereits auf dem Markt befinden, nicht signifikant positiver oder negativer wahrgenommen wurden. Damit l\u00e4sst sich mit gro\u00dfer Sicherheit sagen, dass der Entwurf sein erstes Ziel erreicht hat, indem er die funktionellen Aufgaben des Prototyps \u00fcbernimmt, ohne jedoch unfertig oder zu zweckm\u00e4\u00dfig zu erscheinen.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Infos zum HFD 200 und dem Team dahinter gibt es hier: <a href=\"https:\/\/weber-hfd.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/weber-hfd.de\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit dem Fachkr\u00e4ftemangel stehen viele Kliniken vor einem stetig ernster werdenden Problem: Immer weniger Personal muss immer mehr Aufgaben \u00fcbernehmen, sodass eine individuelle Behandlung f\u00fcr jede:n Patient:in deutlich schwieriger wird. Gleichzeitig standen die Patient:innen nie mehr im Zentrum der Behandlung als heute. Au\u00dferdem gab es nie eine gr\u00f6\u00dfere Nachfrage f\u00fcr Produkte aus der Gesundheitsbranche. 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